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Bakteriophagen
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top
Die Einteilung der
Viren
in
SysÂteÂmatiken
ist kontinuierÂlicher GegenÂstand der ForÂschung. So existieren neben- und nachÂeinander verÂschieÂdene
VirusÂklasÂsifiÂkationen
sowie die offiÂzielle
Virus-TaxoÂnomie
des
InterÂnational ComÂmitÂtee on TaxoÂnomy of Viruses
(ICTV). Die hier beÂhanÂdelte GrupÂpe ist als
Taxon
durch neue ForÂschungen obÂsolet geÂworÂden oder aus anÂderen GrĂźnÂden nicht Teil der offiÂzielÂlen Virus-TaxoÂnomie.
Als Bakteriophagen oder kurz Phagen (Singular Phage, der; von altgriechisch βικĎÎŽĎΚον baktĂŠrion âStäbchenâ und ĎιγξáżÎ˝ phageĂn âfressenâ) bezeichnet man herkĂśmmlicherweise verschiedene Gruppen von Viren, die auf Bakterien als Wirtszellen spezialisiert sind, d. h. Bakterienviren.cite-ref-3[3] HerkĂśmmlicherweise werden die Bakterienviren (Bakteriophagen) entsprechend ihrer Wirtsspezifität in verschiedene Gruppen klassifiziert, zum Beispiel in Coli-, Staphylokokken-, Diphtherie- oder Salmonella-Bakteriophagen (oder -viren). Mit einer geschätzten Anzahl von 1030 Virionen im gesamten Meerwasser sind Bakterienviren häufiger als jede Art zellulärer Lebewesen und bilden zusammen mit Viren der Archaeen und Protisten (mikrobiellen Eukaryoten) das sogenannte Virioplankton; zu ihnen zählen insbesondere viele Cyanophagen (Viren der Cyanobakterien).cite-ref-rohwer2014-4-0[4]
Traditionell wurden (und werden) auch die Viren der Archaeen (Archaeenviren, en. archaeal viruses, archaeoviruses)cite-ref-krupovic2011-5-0[5] gelegentlich noch als Phagen oder Bakteriophagen bezeichnet, was eine Reminiszenz an die frĂźhen 1970er Jahre ist, als Archaeen noch nicht von Bakterien unterschieden wurden. Seinerzeit wurden besonders Viren mit charakteristischer Kopf-Schwanz-Struktur (Caudoviren, heute Klasse Caudoviricetes) erforscht. Diese infizieren zum Teil Bakterien und zum Teil Archaeen, und man bezeichnete sie kurz als âPhagenâ. Zudem wurden die Archaeen anfänglich noch als âArchaebakterienâ bezeichnet, weshalb die Archaeenviren sich zunächst weiterhin als âBakteriophagenâ bezeichnen lieĂen.
Viren (d. h. die Viruspartikel) besitzen keinen eigenen Stoffwechsel, sondern âleihenâ diesen und Teile des Replikationsmechanimus von ihren Wirten âausâ, um sich genetisch mittels ihrer DNS (oder RNS) zu vermehren (âreplizierenâ). Sie werden daher (von den meisten Autoren) nicht als Lebewesen (im eigentlichen Sinne) angesehen, aber von einigen Wissenschaftlern als âdem Leben naheâ bezeichnet.cite-ref-m-lling2015-6-0[6] Die meisten Bakterienviren (insbesondere die Caudoviren) besitzen, wie zelluläre Organismen, ein dsDNA-Genom (linear oder zirkulär), es gibt aber auch Beispiele fĂźr andere Genomorganisationen (ssDNA, und RNA).
Contents
⢠Geschichte
⢠Aufbau
⢠Vermehrung
⢠Riesenphagen
⢠Klassifikation
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
Die Wirkung von Bakterienviren (âPhagenâ) wurde im Jahr 1917 von dem Frankokanadier FĂŠlix Hubert dâHĂŠrelle erstmals beschrieben.cite-ref-herelle1917-7-0[7] Zwar hatte der Engländer Frederick Twort bereits zwei Jahre zuvor an Staphylokokken-Kulturen Zersetzungsprozesse beobachtet, die auf die Einwirkung von Bakteriophagen zurĂźckzufĂźhren sind, jedoch wurde seine VerĂśffentlichung praktisch nicht beachtet. DâHĂŠrelle gilt somit neben Frederick Twort als einer der Entdecker der Bakteriophagen, den sogenannten âBakterienfressernâ. Ihren Namen verdanken sie dâHĂŠrelle. Parallel zu dâHĂŠrelle postulierte der deutsche Mikrobiologe Philalethes Kuhn aufgrund von Beobachtungen der Veränderungen von Bakterienkulturen unter bestimmten Bedingungen die Existenz von Bakterienparasiten. Er bezeichnete diese als Pettenkoferien und sah die von dâHĂŠrelle beschriebene âunsichtbare, dem Ruhrbazillus entgegenwirkende Mikrobeâ als Sonderfall dieser Parasiten an. Wie sich später herausstellte, beruhten seine Beobachtungen jedoch nicht auf der Existenz eines Bakterienparasiten, sondern lediglich auf Formveränderungen der von ihm untersuchten Bakterien.
DâHĂŠrelle stellte sich einen Bakteriophagen als ein âultravisibles, korpuskulares Lebewesenâ vor, das in einer Grundform existiere und sich an verschiedene Wirte â also Bakterien â anpasse. Tatsächlich sind Bakteriophagen nach heutigem Wissensstand hochspezialisierte Viren, die an einen spezifischen Wirt gebunden sind. Auch wenn in diesem Kontext von Wirten die Rede ist, sind nach heutiger Definition Bakteriophagen, da sie als Viren keine Lebewesen sind, keine Parasiten.cite-ref-8[8] Die ersten Phagen, die untersucht wurden, waren sieben Phagen des Bakteriums Escherichia coli. Sie wurden von Max DelbrĂźck in der Reihenfolge ihrer Entdeckung als Typ (englisch Type) 1 (T1), Typ 2 (T2) und so weiter benannt. Die aktuelle taxonomische Einordnung dieser Phagenstämme nach ICTV mit Spezies und Familie ist wie folgt:
⢠T1: Escherichia-Phage T1: Spezies Tunavirus T1 (Escherichia-Virus T1), Drexlerviridae, Siphoviren
⢠T2: Escherichia-Phage T2: Spezies Tequatrovirus T2 (Escherichia-Virus T2), Straboviridae, Myoviren
⢠T3: Enterobacteria phage T3: Spezies Teetrevirus T3 (Enterobacteria-Virus T3), Autographiviridae, Podoviren
⢠T4: Escherichia-Phage T4: Spezies Tequatrovirus T4 (Escherichia-Virus T4), Straboviridae, Myoviren
⢠T5: Escherichia-Phage T5: Spezies Tequintavirus T5 (Escherichia-Virus T5), Demerecviridae, Siphoviren
⢠T6: Enterobacteria-Phage T6: Spezies Tequatrovirus T6 (Enterobacteria-Virus T6), Straboviridae, Myoviren
⢠T7: Escherichia-Phage T7: Spezies Teseptimavirus T7 (Escherichia-Virus T7), Autographiviridae, Podoviren
Diese sieben Escherichia-Phagen (echte Bakterienviren) werden manchmal unter der Sammelbezeichnung âT-Phagenâ (englisch T phages) zusammengefasst,cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] was aber keine Verwandtschaftsgruppe (Taxon) darstellt. Stattdessen werden diese Viren vom ICTV (mit Stand Januar 2021) nach einigen Verschiebungen den oben angegebenen Familien zugeordnet. Lediglich die Vertreter mit gerader Typ-Nummer (T-even phages mit T2, T4 â Referenz â und T6) erwiesen sich zufällig als näher miteinander verwandt, so dass fĂźr diese vom ICTV zunächst eine gemeinsame Spezies als Taxon eingerichtet wurde (inzwischen aber aufgetrennt). Die Typen mit ungerader Nummer (T-odd/T-uneven phages) bilden sowieso kein Taxon. Allerdings ist allen diesen Phagentypen ein Kopf-Schwanz-Aufbau gemeinsam, weshalb sie frĂźher in einer morphologisch begrĂźndeten Ordnung Caudovirales zusammengefasst wurden, welche die drei Morphotypen Myo-, Sipho- und Podoviren zunächst jeweils als taxonomische Familien umfasste. Diese ursprĂźngliche Ordnung wurde inzwischen aufgrund der genomischen Diversität zur Klasse Caudoviricetes hochgestuft. Von anderen Autoren wurde die Gepflogenheit bei der Benennung anderer Caudoviren teilweise weitergefĂźhrt (z. B. âT12â, Vorschlag, ohne Familienzuordnung)cite-ref-mckane-ferretti-1981-11-0[11].
Siehe auch
:
Geschichte der Virologie
Aufbau
Die Gestalt der Bakterienviren mit Kopf-Schwanz-Struktur (Caudoviren, Klasse Caudoviricetes) wurde vorwiegend an den Bakteriophagen der T-Reihe (T-Serie) von Escherichia coli aufgeklärt. Der Bakteriophage T2 besteht aus einem polyedrischen Kopf von 100 nm Länge, an dem ein etwa gleich langer Schwanz sitzt. Viren werden taxonomisch in erster Linie nach ihrem Genom-Aufbau, und nachrangig nach ihrer Morphologie und ihrem Wirt eingeteilt. So unterscheidet man DNA-Viren mit einzelsträngiger DNA, sogenannte ssDNA-Viren (von engl. single-stranded), und solche mit doppelsträngiger DNA, sogenannte dsDNA-Viren (von engl. double-stranded). Die hier exemplarisch behandelten Escherichia coli-Viren der T-Reihe werden zu letzterer Gruppe gezählt.
Die oben bereits erwähnten T-Phagen (wie z. B. die Gattung Tequattrovirus mit der Spezies Escherichia-Virus T4) zeichnen sich zusammen mit anderen Mitgliedern der Klasse Caudoviricetes gegenĂźber sonstigen Bakteriophagen durch einen relativ komplexen Aufbau mit âKopf-Schwanz-Strukturâ aus: Grundlegend setzen sie sich aus einer Grundplatte (9), einem Einspritzapparat (Injektionsapparat oder Schwanz, 2) und einem Kopf (1), bestehend aus dem so genannten Kapsid (4) und der darin enthaltenen Nukleinsäure (Genom, 3), zusammen. Die Module Kopf und Einspritzapparat/Schwanz sind durch einen Hals (Collar, 5) verbunden. Die Grundplatte (die wie Kapsid und Injektionsapparat aus Proteinen aufgebaut ist) ist mit Schwanzfibern (7) und Spikes (8) besetzt, die der Adsorption auf der Wirtszellwand dienen. Der Injektionsapparat besteht aus einem dĂźnnen Rohr (Schwanzrohr, 6), durch das die Phagen-Nukleinsäure (3) in die Wirtszelle injiziert wird. Das Rohr wird von einer kontraktilen Schwanzscheide umhĂźllt, die sich während der Injektion zusammenzieht. Das Kapsid ist mit ikosaedrischer Symmetrie aus 152 Kapsomeren aufgebaut und enthält die DNA des Phagen. Aufgrund dieses Aufbaus zählen die Phagen der Gattung Tequattrovirus (Morphotyp Myoviren) zu den strukturell komplexesten Viren.
Phagen mit einzelsträngiger DNA sind dagegen meist klein, sphärisch und schwanzlos (Microviridae) oder filamentĂśs (Tubulavirales). Die ebenfalls auftretenden RNA-Phagen bestehen meist (soweit bis zu diesem Zeitpunkt beschrieben) aus einer ProteinhĂźlle, die ein einsträngiges RNA-MolekĂźl umschlieĂt. Der Durchmesser dieser Phagen beträgt etwa 25 nm, sie gehĂśren also zu den kleinsten Phagen.
Vermehrung
Viren benÜtigen mangels eines eigenen Stoffwechsels zur Reproduktion einen Wirt, im Falle der Bakteriophagen eine geeignete, lebende Bakterienzelle. Die Reproduktion lässt sich in fßnf Phasen gliedern:
⢠Adsorption an spezifische Zellwandrezeptoren: Bei der Adsorption koppeln die Enden der Schwanzfasern an passende Molekßle (Rezeptoren) der Oberfläche des Bakteriums.
⢠Injektion der Phagen-Nukleinsäure in die Wirtszelle: Die phageneigene Nukleinsäure, DNA bzw. RNA, gelangt in das Bakterium. Die nun funktionslosen Proteine der leeren PhagenhĂźlle bleiben auĂen auf der Oberfläche des Bakteriums zurĂźck.
⢠Latenzphase: Während dieser Phase lassen sich im Bakterium keine Phagen nachweisen. Nun beginnt die Transkription des Virusgenoms, die Translation der viralen mRNA und die Replikation der Virusnukleinsäure. Dieser Vorgang dauert maximal einige Stunden.
⢠Produktionsphase: Nachdem die Phagengene in einer festgelegten Reihenfolge aktiv geworden sind, werden alle Virusbestandteile, Hßllproteine und Schwanzfasern, gebildet.
⢠Reifephase: In dieser Phase der Morphogenese erfolgt der Zusammenbau (assembly) zu reifen Phagenpartikeln. Zunächst wird ein Kopfteil, das Kapsid, gebildet. Die Proteine im Innern dienen als Platzhalter und werden später durch die Phagen-Nukleinsäure, die in das Kapsid eindringt, ersetzt. Dabei nehmen die Nukleinsäure-Fäden, gleich einem Wollknäuel, eine platzsparende Form an.
⢠Freisetzung: Die fertigen Viruspartikel werden durch enzymatische AuflÜsung der Wirtszelle befreit. Das Lysozym, welches von dem umprogrammierten Bakterium gebildet wurde, lÜst die bakterielle Mureinzellwand auf. Die Zelle platzt, und etwa 200 infektiÜse Phagen werden frei.
Die Vermehrung verläuft bei einigen Phagenarten nicht immer nach dem oben beschriebenen, lytischen Schema ab. Bei temperenten Phagen unterscheidet man zwischen lysogenen und lytischen Vermehrungszyklen beziehungsweise Infektionszyklen. Bei einem lysogenen Zyklus wird die DNA des Phagen in das Chromosom des Bakteriums eingebaut, wodurch ein Prophage entsteht. Bei jeder folgenden Zellteilung werden die Gene des Phagen und die des Bakteriums gemeinsam verdoppelt und weitergegeben. Dieser Zyklus kann später in den lytischen Zyklus mßnden.
Riesenphagen
Doppelstrang-DNA-Phagen mit einer GenomgrĂśĂe von mehr als 540 kbp werden als Megaphagen bezeichnet, kleinere mit mehr als 200 kbp als Jumbo-Phagen.cite-ref-devoto2019-13-0[13]cite-ref-iyer2021-14-0[14] Die Autoren hatten 2018/2019 Fäkalien von Menschen in Bangladesch und Tansania sowie von Pavianen in Afrika und Schweinen in Dänemark untersucht. Die Proben enthielten Bakterien der Gattung Prevotella (Prevotellaceae), die von einer Reihe von dsDNA-Megaphagen infiziert waren, die von den Autoren âLak-Phagenâcite-ref-15[15] (nach dem Subdistrikt â bengalisch Upazila â Laksam, Bangladesch) genannt wurden. Die gefundenen Phagen wurden (vorläufig) als Lak-A1, Lak-A2, Lak-B1 bis Lak-B9 und Lak-C1 bezeichnet. Es kĂśnnte eine lose phylogenetische Beziehung zum âSphingomonas-Phagen PAUâcite-ref-16[16]cite-ref-white2013-17-0[17] (dieser Riesenphage infiziert Bakterien der Spezies Sphingomonas paucimobilis, Sphingomonadaceae) vom Morphotyp der Myoviren bestehen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Lak-Phagen âweit verbreitete, aber bisher Ăźbersehene Mitglieder des Darm-Mikrobiomsâ sind.cite-ref-devoto2019-13-1[13]cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
Im Februar 2020 verĂśffentlichten Basem Al-Shayeb und Kollegen eine Analyse, die diese Untersuchungen fortfĂźhrt.cite-ref-alshayeb2020-21-0[21] Darin ziehen sie die Grenze fĂźr Megaphagen bei 500 kbp (was offenbar Basenpaare im doppelsträngigen Fall und Basen oder Nukleotide in einzelsträngigen Fall bedeutet). Die Autoren ziehen es aber vor, alle Phagen mit mehr als 200 kbp (also Jumbo-Phagen und Megaphagen) als âenglisch huge phagesâ (hier mit Riesenphagen Ăźbersetzt) zusammengefasst zu betrachten. Die Autoren identifizierten unter dieser Gruppe eine Reihe von zehn Kladen, fĂźr die sie folgende Namen vorschlugen: âKabirphageâ, âMahaphageâ (darunter die Gruppe der Lak-Phagen), âBiggiephageâ (nicht zu verwechseln mit der vorgeschlagenen Spezies Biggie viruscite-ref-22[22]), âDakhmphageâ, âKyodaiphageâ, âKaempephageâ, âJabbarphageâ, âEnormephageâ, âJudaphageâ und âWhopperphageâ (alle Namen beziehen sich auf âriesigâ oder engl. âhugeâ in den verschiedenen Sprachen der Autoren).cite-ref-yong2020-02-23-0[23] Durch ihre Metagenomanalysen verschiedener Proben konnten sie 351 dsDNA-Phagensequenzen identifizieren, davon nur drei unter 200 kbp. Das grĂśĂte Genom hatte eine Länge von 735 kbp (ein Mahaphage, was offenbar neuer Rekord ist; der vorherige lag bei 596 kbp); gewĂśhnliche Nicht-Riesenphagen haben im Mittel lediglich 52 kbp. Einige Riesenphagen scheinen einen vom Standard abweichenden genetischen Code zu benutzen, in dem das Stop-Codon UAG fĂźr eine Aminosäure kodiert. Die Wirte sind (meist) Bakterien der Firmicutes oder der Proteobacteria, aber auch â so bei den Mitgliedern der Mahaphage-Gruppe mit den Lak-Phagen â der Bacteroidetes. Das Genom kodiert neben den phageĂźblichen Proteinen fĂźr tRNAs. Die Phagen interagieren darĂźber hinaus im CRISPR/Cas-System (siehe CRISPR, CRISPR/Cas-Methode, Genom-Editierung): Alle bedeutenden Typen des Systems waren vertreten, die meisten Phagen schienen aber Cas-Proteine des Wirts zu benutzen, um sich selbst zu schĂźtzen. DarĂźber hinaus schienen die Phagen das CRISPR-Immunsystem der Wirte darin zu unterstĂźtzen, konkurrierende Phagen abzuwehren. Manche Pseudomonas-infizierende Phagen kodieren auch fĂźr Anti-CRISPRs (Acrs) und Proteine, die ein Zellkern-ähnliches Kompartiment bilden, in dem der Phage sein Genom unabhängiger vom Wirt replizieren kann (siehe Viroplasma). Die Autoren sehen ihre Arbeit als einen weiteren Beleg fĂźr die weltweite Verbreitung der Riesenphagen. Sie fanden Belege, dass die Phagen zwischen verschiedenen Wirten und Ăkosystemen wanderten, was eine Bedeutung fĂźr die Verbreitung von Toxin- und Antibiotikaresistenz-Genen hat. Ihre CRISPR-Werkzeuge kĂśnnten sich in Zukunft nutzen lassen, um die âGenschereâ CRISPR/Cas zu verbessern und ihre Funktionalität zu erweitern.cite-ref-alshayeb2020-21-1[21]cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
Ein weiterer Riesenphage ist der Megasphaera-Phage A9 (alias Huge Phage A9),cite-ref-26[26] nicht zu verwechseln mit dem Brochothrix-Phagen A9 (Spezies Brochothrix-Virus A9, Herelleviridae).
Nach Iyer et al. (2021) lassen sich die Jumbophagen wie folgt einteilen:cite-ref-iyer2021-14-1[14]
⢠Gruppe 1: Sie umfasst die klassischen Jumbo-Phagen, mit Prototyp Pseudomonas-Phage phiKZ (Familie Chimalliviridae). Kennzeichen ist eine mehrgliedrige âDoppeltrommelâ-RNA-Polymerase (double-barrel RNAP), einer ungewĂśhnlichen DNA-Polymerase aus einer speziellen Gruppe der Familie B, einer speziellen Version der DnaB-Helikase (siehe unten) und einem Hauptkapsidprotein (MCP) vom PhiKZ-Typ. Alles Myoviren.
⢠Gruppe 2: Sie ist gekennzeichnet durch eine klassische DNA-Polymerase der Familie B, ein klassisches OB-faches Einzelstrang-Bindungsprotein mit Faltung OB, eine DNA-Helikase vom Typ Phage T4 UvsW/Poxviral A18, phagenkodierte Ď-Faktoren, MCP vom Typ gp23 (wie bei T4), sowie das Fehlen einer RNAP. Alles Myoviren. Gruppe 2 teilt sich weiter in zwei Untergruppen auf:
⢠2.1 umfasst Phagen mit Wirten unter den Cyanobakterien (z. B. Synechococcus-Phage S-Cam4.1) als auch unter den Alphaproteobakterien (z. B. Ochrobactrum-Phage vB_OspM_OC): Familie Kyanoviridae
⢠2.2 umfasst Phagen, die hauptsächlich Gammaproteobakterien, Alphaproteobakterien (z. B. Atu_ph07, Spezies Polybotosvirus Atuph07) und Bacteroidota (frßher Bacteroidetes) infizieren (z. B. Prevotella-Megaphage LAK-B8, Spezies Amboselivirus simi. Ordnung Grandevirales, sowie Tenacibaculum-Phage PTM1, Spezies Shirahamavirus PTm1).
Insgesamt scheint es, dass die Phagen der Gruppe 2 durch Genomexpansion aus T4-ähnlichen Vorläufern entstanden sind.
⢠Gruppe 3: Myoviren und Siphoviren. Die Gruppe wird auch in zwei Untergruppen unterteilt:
⢠3.1 ist in erster Linie durch eine DNA-Polymerase vom Typ Escherichia-Phage T7 (Spezies Teseptimavirus T7, Podovoren) definiert
⢠3.2 ist charakterisiert durch eine DNA-Polymerase III definiert, die dem primären Replikationsenzym von Bakterien ähnelt. Typische Vertreter sind Bacillus megatherium phage G (Spezies Donellivirus gee) und Clostridium-Phage c-stcite-ref-27[27]
Die Myoviren aller Gruppen sind durch ein Schwanzscheidenproteins (tail-sheath protein) gekennzeichnet, das einen Teil des fĂźr diese Viren typischen kontraktilen Schwanzes bildet. Der Aeromonas-Phage AP1 (Gattung Ceceduovirus, Straboviridae) weist hybride Merkmale der Gruppen 1 und 2.2 auf. SchlieĂlich deutet das Vorhandensein von Siphoviren- und Myoviren-Morphologie in Gruppe 3 darauf hin, dass ein rekombinanter Austausch der zwischen Viren mit unterschiedlichen Funktionen des Virions (kontraktile vs. flexible Schwänze) und Morphologie stattgefunden hat. Insgesamt hat es offenbar mindestens 6-7 verschiedene UrsprĂźnge von Jumbo-Phagen aus kleineren Vorläufern gegeben.cite-ref-iyer2021-14-2[14]
Schwanzlose Phagen
Lange Zeit hat die Forschung nur Mitglieder der Ordnung Caudovirales betrachtet, deren Vertreter Phagen (Bakterien- und Archaeenviren) mit Kopf-Schwanz-Struktur sind. Erst in letzter Zeit sind âschwanzloseâ Phagen Gegenstand von Forschungsarbeiten geworden. Einige Vertreter sind:
⢠Ordnung Tubulavirales (filamentÜse Bakteriophagen) u. a. mit Familie Inoviridae
⢠Familie Finnlakeviridae (ssDNA, mit Spezies Flavobacterium virus FLiP alias Phage FLiPcite-ref-laanto2017-28-0[28])
⢠Spezies Planktothrix-Phage PaV-LD (Cyanophage PaV-LD)cite-ref-35[35]cite-ref-gerphagnon-36-0[36]cite-ref-37[37]
crAssphagen und Gubaphagen
â
Hauptartikel
:
Crassvirales
Camarillo-Guerrero, Almeida t al. beschrieben 2019/2020 die Ergebnisse ihrer Metagenomanalysen der menschlichen Darmflora hinsichtlich Bakteriophagen. Sie machen dabei eine neue Klade aus, genannt âGubaphagenâ (englisch Gut Bacteroidales phage, Gubaphage clade) (mit zwei Gattungen: G1 â infiziert Bacteroides, und G2 â infiziert Parabacteroides), die nach den crAssphagen (offiziell Ordnung Crassviralescite-ref-turner2021-38-0[38]) mit ca. zehn Gattungencite-ref-39[39] (en. crAsslike phages, aufgrund ihres Podoviren-Morphotyps ursprĂźnglich vorgeschlagene Mitglieder der frĂźheren Familie Podoviridae (ehemalige Ordnung Caudovirales), mit ca. zehn Gattungen)cite-ref-yutin2017-40-0[40]cite-ref-koonin2017-41-0[41]cite-ref-42[42] die zweithäufigsten Viren (d. h. Bakteriophagen) in dieser Umgebung darstellen. Die Merkmale der Gubaphagen erinnern dabei an die von âp-crAssphageâ.cite-ref-lfcg-almeida-guba-43-0[43]cite-ref-lfcg-2020-44-0[44] Die Gubaphagen sind wegen ihrer Ăhnlichkeit mit den crAssphagen wahrscheinlich ebenfalls Mitglieder der Crassvirales (oder jedenfalls der Caudoviricetes).
Anwendungsgebiete
Phagen haben in Medizin, Biologie, Agrarwissenschaften, vor allem im Bereich der Gentechnik, ein breites Anwendungsspektrum gefunden. So verwendet man Phagen in der Medizin aufgrund ihrer Wirtsspezifität zur Bestimmung von bakteriellen Erregern. Dieses Verfahren nennt man Lysotypie. Aufgrund der immer häufiger auftretenden multiplen Antibiotikaresistenzen wird zurzeit intensiv an der Anwendung von Bakteriophagen als Antibiotika-Ersatz in der Humanmedizin (siehe: Phagentherapie) geforscht. Probleme ergeben sich hierbei durch die geringe Stabilität von Phagen im KĂśrper, da sie in recht kurzer Zeit durch Fresszellen als FremdkĂśrper beseitigt werden. Diese Anwendung von Phagen zur Therapie bakterieller Infektionen entdeckte Felix dâHĂŠrelle (s. o.) lange vor Entdeckung des Penicillins und der Antibiotika. Später wurde die Phagentherapie jedoch mit der EinfĂźhrung der Chemotherapie per Antibiotika als unpraktisch erachtet und geriet in Vergessenheit. DâHĂŠrelle grĂźndete 1934 zusammen mit dem georgischen Mikrobiologen Georgi Eliava in der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik das Eliava-Institut fĂźr Phagenforschung, welches heute noch besteht.cite-ref-45[45] Heute wird dort sowie am Ludwik-Hirszfeld-Institut fĂźr Immunologie und Experimentelle Therapie in Breslau (Teil der Polnischen Akademie der Wissenschaften) die Phagentherapie bei ansonsten therapieresistenten bakteriellen Infektionen durchgefĂźhrt.cite-ref-bojar2020-2-1[2] In Deutschland ist die Anwendung zu therapeutischen Zwecken bisher nicht zulässig.
Die Anwendungen in der Lebensmittelproduktion sind vielfältig; so kommt beispielsweise ein Sprßhnebel aus Phagen beim Verpacken von Wßrstchen oder dem Aufschneiden von Käseaufschnitt zum Einsatz.cite-ref-46[46]
⢠In den Vereinigten Staaten wurden mehrere auf Phagen basierende Produkte zugelassen.cite-ref-cormon-47-0[47]
⢠Die Schweiz hat einen Bakteriophagen ausschlieĂlich fĂźr die Verwendung in der Käseherstellung zugelassen.cite-ref-cormon-47-1[47]
⢠Keines dieser Unternehmen wurde von der Europäischen Union zugelassen.cite-ref-cormon-47-2[47]
In der Gentechnik werden temperente Phagen als Vektoren (z. B. der Phage Îť) benutzt. Hierzu werden Phagen so präpariert, dass ihrem Genom die Gene, welche die Virulenz hervorrufen, entnommen und durch Gene ersetzt werden, die fĂźr gentechnische Belange interessant sind, so beispielsweise Gene, die zur Insulinproduktion benĂśtigt werden. Diese veränderten Phagen werden nun mit geeigneten Bakterien, zum Beispiel E. coli, in Kontakt gebracht. Nach einer ĂberprĂźfung, ob das gewĂźnschte Gen in die Erbsubstanz des Bakteriengenoms integriert wurde (man bedient sich hierzu genexprimierter Antibiotikaresistenzen, die an die zu klonierenden Wunschgene angeschlossen werden), kĂśnnen die modifizierten Bakterienzellen weiterkultiviert werden und das in diesem Falle produzierte Insulin isoliert werden. Ăhnlich werden Phagen in der Agrartechnik zur Transduktion bestimmter Gene in Nutzpflanzen eingesetzt. Eine wichtige Anwendung in der Biochemie ist das Phagen-Display zur Identifikation von Bindungspartnern, z. B. bei der Isolierung neuer Wirkstoffe.
Einfacher als die Nutzung von Phagen ist jedoch die Transformation freier DNA, die heutzutage Ăźberwiegend zum Transfer in die Bakterienzellen verwendet wird.
Phagen und deren Bestandteile werden fßr die Entfernung von mikrobiellen Verunreinigungen in Lebensmitteln (z. B. per affinitätsmagnetische Separation) sowie mit Endotoxinen kontaminierten Laborproben verwendet.cite-ref-kretzer2007-48-0[48]cite-ref-49[49] Des Weiteren ergeben sich humandiagnostische Anwendungen, vor allem im klinischen Bereich zur Dekolonisierung von pathogenen Krankenhauskeimen wie MRSA.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] Durch Proteindesign lassen sich die Phagenproteine zum jeweiligen Anwendungszweck optimieren.
MĂśglicher wirtschaftlicher Schaden
Bakteriophagen kÜnnen ßberall dort Schaden anrichten, wo bakterielle Prozesse dem Menschen dienen und erwßnscht sind. Infektion von Milchsäurebakterien (LAB) durch Phagen aus Rohmilch ist die häufigste Ursache fßr verringerte oder fehlende Enzymaktivität in Starterkulturen fßr die Käse- oder Dickmilchproduktion.cite-ref-guglielmotti2012-52-0[52]
Klassifikation
Prokaryoten infizierende Viren (Bakterien- und Archaeenviren; der Begriff âBakteriophagenâ umfasst herkĂśmmlich auch Viren der Archaeen, da diese ursprĂźnglich nicht von den Bakterien unterschieden wurden) bilden keine geschlossene Verwandtschaftsgruppe (Taxon). FĂźr viele Gruppen dieser Viren finden sich noch informelle Bezeichnungen nach ihren Wirten (s. o.), z. B. Cyanophagen (Cyanobakterien), Coliphagen (Colibakterium E. coli) und stellen meist ebenfalls keine Verwandtschaftsgruppen dar. Eine weitere Besonderheit sind Satellitenviren, deren Helferviren Bakteriophagen sind; diese werden gelegentlich Satellitenphagen genannt. Ein Beispiel ist âEscherichia-Phage P4â (Caudoviricetes), der den Phagen der Gattung Peduovirus (frĂźher P2likevirus, Familie Peduoviridae) als Helfervirus benĂśtigt.cite-ref-53[53]cite-ref-54[54]
Klassifikation nach Baltimore
Die Phagen-Familien (Bakterien- und Archaeenviren, ohne Virophagen) werden nach der Baltimore-Klassifikation anhand des Aufbaus ihres Genoms wie folgt gruppiert:
⢠dsDNA-Phagen:
Ackermannviridae Aggregaviridae Ahmunviridae * Ahpuchviridae * Ampullaviridae * Anaerodiviridae * Aliceevansviridae Aoguangviridae * Arenbergviridae Assiduviridae Autographiviridae Autolykiviridae Bicaudaviridae * Casjensviridae Chaacviridae * Chaseviridae Clavaviridae * Corticoviridae Crevaviridae Demerecviridae Drexlerviridae Druskaviridae * Duneviridae Ekchuahviridae * Fervensviridae * Forsetiviridae Fuselloviridae * Globuloviridae * Guelinviridae Graaviviridae * Guttaviridae * Hafunaviridae * Haloferuviridae * Halomagnusviridae * Halspiviridae * Helgolandviridae Herelleviridae Guttaviridae Intestiviridae Itzamnaviridae * Kyanoviridae Leisingerviridae * Lipothrixviridae Madisaviridae * Mesyanzhinovviridae Molycolviridae Naomviridae Ovaliviridae * Orlajensenviridae Pachyviridae Peduoviridae Pervagoviridae Plasmaviridae Portogloboviridae * Pungoviridae * Pyrstoviridae * Rountreeviridae Rudiviridae Salasmaviridae Saparoviridae * Schitoviridae Shortaselviridae * Simuloviridae * Skuldviridae * Soleiviridae * Sphaerolipoviridae * Speroviridae * Stanwilliamsviridae Straboviridae Suoliviridae * Steigviridae Straboviridae Tectiviridae Thaspiviridae * Tristromaviridae * Turriviridae * Verdandiviridae * Vertoviridae * Ungulaviridae * Vilmaviridae Winoviridae Yangangviridae * Yanlukaviridae * Zierdtviridae Zobellviridae
⢠ssDNA-Phagen:
⢠Finnlakeviridae
⢠Inoviridae
⢠Microviridae
⢠Paulinoviridae
⢠Plectroviridae
⢠Sonderfall
⢠Pleolipoviridae (mit Gattung Gammapleolipovirus und Spezies Gammapleolipovirus His2 alias His 2 virus, Haloarcula virus His2cite-ref-55[55])
⢠dsRNA-Phagen:
⢠Cystoviridae
⢠ssRNA-Phagen:
⢠Fiersviridae (alias Leviviridae)
* kennzeichnet Archaeenviren
Taxonomische Klassifizierung nach ICTV
In der Systematik der Virus-Taxonomie nach dem International Committee on Taxonomy of Viruses (ICTV) finden sich Phagen in folgenden taxonomischen Gruppen:
| Realm | Klasse/Ordnung | Familie/Unterfamilie | Morphologie | Genom | Beispiele |
|---|---|---|---|---|---|
| Riboviria | Levivirales | Leviviridae | un behßllt , isometrisch [ 57 ] | ssRNA , linear | MS2 , Qβ |
| Riboviria | Mindivirales | Cystoviridae | behßllt, sphärisch | dsRNA , segmentiert | Phi6 |
| Varidnaviria | Belfryvirales | Turriviridae | behĂźllt, isometrisch | dsDNA , linear | STIV1 |
| Varidnaviria | Halopanivirales | Sphaerolipoviridae | behĂźllt, isometrisch | dsDNA, linear | Phage SH1 |
| Varidnaviria | Kalamavirales | Tectiviridae | unbehĂźllt, isometrisch | dsDNA, linear | PRD1 |
| Varidnaviria | Vinavirales | Corticoviridae | unbehßllt, isometrisch | dsDNA, zirkulär | PM2 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Ackermannviridae | unbehĂźllt, kontraktiler Schwanz ( Myoviren ) | dsDNA, linear | ĎMAM1 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Autographiviridae | unbehĂźllt, kontraktiler Schwanz ( Podoviren ) | dsDNA, linear | Acinetobacter-Phage P2 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Straboviridae | unbehĂźllt, kontraktiler Schwanz (Myoviren) | dsDNA, linear | T4 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Peduoviridae | unbehĂźllt, kontraktiler Schwanz (Myoviren) | dsDNA, linear | Coliphage P2 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | nicht zugeordnet | unbehĂźllt, kontraktiler Schwanz (Myoviren) | dsDNA, linear | Mu , P1 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Drexlerviridae | unbehĂźllt, nichtkontraktiler Schwanz (lang) ( Siphoviren ) | dsDNA, linear | Îť |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Hendrixvirinae | unbehĂźllt, nichtkontraktiler Schwanz (lang) (Siphoviren) | dsDNA, linear | HK97 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Demerecviridae | unbehĂźllt, nichtkontraktiler Schwanz (lang) (Siphoviren) | dsDNA, linear | T5 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | nicht zugeordnet | unbehĂźllt, nichtkontraktiler Schwanz (lang) (Siphoviren) | dsDNA, linear | N15 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Autographiviridae | unbehĂźllt, nichtkontraktiler Schwanz (kurz) ( Podoviren ) | dsDNA, linear | T7 , T3 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | Salasmaviridae | unbehĂźllt, nichtkontraktiler Schwanz (kurz) (Podoviren) | dsDNA, linear | ÎŚ29 |
| Duplodnaviria | Caudoviricetes | nicht zugeordnet | unbehĂźllt, nichtkontraktiler Schwanz (lang) (Podoviren) | dsDNA, linear | P22 |
| Monodnaviria | Haloruvirales | Pleolipoviridae | behßllt, pleomorph | ssDNA , zirkulär / dsDNA, zirkulär / dsDNA linear | HHPV1, HRPV1 |
| Monodnaviria | Petitvirales | Microviridae | unbehßllt, isometrisch | ssDNA, zirkulär | ΌX174 |
| Monodnaviria | Tubulavirales | Inoviridae | unbehĂźllt, filamentĂśs | ssDNA, (meist) zirkulär | M13, CTXĎ |
| Adnaviria | Ligamenvirales | Lipothrixviridae | behĂźllt, stabfĂśrmig | dsDNA, linear | AFV1 |
| Adnaviria | Ligamenvirales | Rudiviridae | unbehĂźllt, stabfĂśrmig | dsDNA, linear | SIRV1 |
| Adnaviria | Primavirales | Tristromaviridae | behĂźllt, stabfĂśrmig | dsDNA, linear | TTSV1 |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Ampullaviridae [ 58 ] | behĂźllt, flaschenfĂśrmig | dsDNA, linear | ABV |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Bicaudaviridae [ 59 ] | unbehßllt, zitronenfÜrmig | dsDNA, zirkulär | ATV |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Clavaviridae | unbehßllt, stabfÜrmig | dsDNA, zirkulär | APBV1 |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Finnlakeviridae | | dsDNA | FLiP [ 28 ] |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Fuselloviridae [ 60 ] | unbehßllt, zitronenfÜrmig | dsDNA, zirkulär | SSV1 |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Globuloviridae [ 61 ] | behĂźllt, isometrisch | dsDNA, linear | PSV |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Guttaviridae | unbehßllt, ovoid | dsDNA, zirkulär | SNDV, APOV1 |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Plasmaviridae | behßllt, pleomorph | dsDNA, zirkulär | L2-Phage |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Portogloboviridae | behßllt, isometrisch | dsDNA, zirkulär | SPV1 |
| nicht zugeordnet | nicht zugeordnet | Spiraviridae | unbehĂźllt, stabfĂśrmig | ssDNA, zirkulĂŁr | ACV |
Die Mitglieder der Familie Picobirnaviridae (Ordnung Durnavirales) scheinen ebenfalls Bakterien zu infizieren, keine Säugetiere.cite-ref-krishnamurthy2018-62-0[62]
Eine weitere vorgeschlagene Phagenfamilie sind die âAutolykiviridaeâ (dsDNA).cite-ref-kauffman2018-29-1[29]
Literatur
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Weblinks
Wiktionary: Bakteriophage
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Commons
: Bakteriophagen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Aufbau und Vermehrung mit Animation
⢠Bakteriophagen und Phagentherapie: Fragen und Antworten im Ăberblick, Informationen des Leibniz-Instituts DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH) in Braunschweig
⢠Bundesinstitut fßr Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zu Bakteriophagen.
⢠Website des Eliava-Instituts
⢠Phagentherapie am Ludwik-Hirszfeld-Institut fßr Immunologie und Experimentelle Therapie, Breslau
⢠Phagentherapie gegen Lungenentzßndung. Forschungsprojekt in Paris; idw-online.de
⢠Phagoburn. â EU-Forschungsprojekt zur Phagentherapie bei Brandverletzten; phagoburn.eu
⢠âBakterienfresserâ statt Antibiotika. In: VDI-Nachrichten, 25. September 2015
⢠Heilende Viren â Infektionen bekämpfen mit Bakteriophagen. Radiosendung, Bayern 2, 29. September 2012, abgerufen am 25. September 2015.
⢠Bacterial Predator Could Help Reduce COVID-19 Deaths â âPotential Game Changerâ. Auf: SciTechDaily.com, 26. Juni 2020, Quelle: University of Birmingham.
⢠Jean CrÊpu: Mit Viren aus der Antibiotika-Krise. Doku auf ARTE (F 2019, 54 Min).
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⢠Thomas G. Laughlin, Amar Deep, Amy M. Prichard, Christian Seitz, Yajie Gu, Eray Enustun, Sergey Suslov, Kanika Khanna, Erica A. Birkholz, Emily Armbruster, J. Andrew McCammon, Rommie E. Amaro, Joe Pogliano, Kevin D. Corbett, Elizabeth Villa: Architecture and self-assembly of the jumbo bacteriophage nuclear shell. In: Nature, 3. August 2022; doi:10.1038/s41586-022-05013-4. Dazu:
⢠Tessa Koumoundouros: Giant Viruses Called 'Jumbo Phages' Could Help Us Fight Antibiotic Resistance. Auf: sciencealert, 5. August 2022.
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Einzelnachweise
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